Navigation





Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB)

„Nach der Schule beginnt der Ernst des Lebens“. Doch nicht jeder findet direkt eine Ausbildung nach seinem Abschluss oder schafft lückenlos den Einstieg ins Berufsleben.
Für junge Erwachsene bis 25 Jahren, die noch etwas Starthilfe benötigen, bietet das St. Nicolaiheim Sundsacker e.V. daher Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen an, um im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt zu gewährleisten.

Ziel der Maßnahmen ist es die Jugendlichen durch praktische Orientierung in verschiedenen Berufsfeldern, dabei zu unterstützen, ihre persönlichen und arbeitsspezifischen Stärken herauszufinden, auszubauen und ein berufliches Profil zu entwickeln, dass individuell zu ihnen passt.

Durch eine hohe Anzahl von Praktika in regionalen Unternehmen sowie die Qualifizierung in verschiedenen Fachbereichen des St. Nicolaiheims Sundsacker e.V. wird die Ausbildungsreife gefördert und ein breiter Überblick über unterschiedliche Berufe ermöglicht. Dadurch soll die Entscheidung für ein Berufsfeld und letztlich der Einstieg in Ausbildung der Jugendlichen erleichtert werden.

Aktuell bietet das St. Nicolaiheim Sundsacker e.V. Qualifizierungen in den Bereichen 'Metall', 'Lager und Logistik', 'Küche und Hauswirtschaft' sowie 'Soziales und Pädagogik' an.

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme richtet sich dabei an Personen bis 25 Jahre, die bisher keine berufliche Erstausbildung absolviert, bereits eine Ausbildung abgebrochen haben oder sich noch in der Orientierungsphase befinden.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit in die Maßnahme. Die berufliche Orientierung der Teilnehmer geschieht in engem Austausch zwischen BA und BvB.

Wir helfen Ihnen gerne dabei, sprechen sie uns gerne an.

Ablauf der BvB

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) dauert 10 Monate und besteht aus drei Phasen.

In der Eignungsanalyse werden die vorhandenen Fähigkeiten und Stärken der Teilnehmer ermittelt. Dabei durchlaufen sie die verschiedenen Fachbereiche und lernen mehrere Berufsfelder kennen. Das Ziel dieser Phase ist eine realistische Einschätzung der eigenen beruflichen Kompetenzen. Die Eignungsanalyse dauert vier Arbeitswochen.

In der anschließenden Grundstufe wir festgestellt, welcher Beruf der passende ist. Vorhandene Fähig- und Fertigkeiten werden durch die Vermittlung Fachtheoretischer und –praktischer Inhalte gefördert, um ein realistisches Berufsprofil zu erstellen und die Aufnahme einer Ausbildung zu ermöglichen. Die Grundstufe dauert inkl. der Eignungsanalyse maximal sechs Monate. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines Wechsels in die Förderstufe oder Übergangsqualifizierung. Der Beginn einer Ausbildung ist zu jedem Zeitpunkt und unabhängig von der jeweiligen Phase möglich.

Die Förderstufe dient ferner der Entwicklung der beruflichen Grundfertigkeiten und zur weiteren Förderung der vorhandenen Fähig- und Fertigkeiten, mit dem Ziel die eigenen Kompetenzen mit einer realistischen Berufsentscheidung in Einklang zu bringen.

Ein Wechsel in die Übergangsqualifizierung erfolgt nach erfolgreicher und realistischer Berufsentscheidung. In dieser Phase werden die berufspraktischen Kompetenzen weiter ausgebaut und gezielt entsprechend der Anforderungen des gewählten Berufsfeldes, z.B. durch vertiefende Übungen in den Fachbereichen gefördert.

Während der gesamten Maßnahme werden zudem fünf Praktika in regionalen Unternehmen durchgeführt. Neben den praktischen Bestandteilen erhalten die Teilnehmer zudem schulischen als auch sozialpädagogischen Unterricht.

Die BvB endet mit dem Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Ausbildung oder der Vermittlung in andere (Qualifizierungs-)Angebote außerhalb der BvB.

Lerninhalte der BvB

Da der Schwerpunkt der BvB auf einer starken Praxisorientierung liegt, verbringen die Teilnehmer den überwiegenden Teil der Zeit in dem von ihnen gewählten Fachbereich sowie Praktika.

Zusätzlich erlernen sie weitere, für den Beruf notwendige Fähigkeiten, sogenannte Schlüsselqualifikationen, die sie zum Handeln und darüber hinaus zum Lösen von Problemen befähigen sollen. Unterstützt werden sie dabei von Sozialpädagogen und Lehrkräften. Konkret lernen sie:

- Soziale Fähigkeiten (z.B. angemessenes Verhalten)
- Alltagspraktische Fähigkeiten (z.B. Strategien zur Suche von Informationen)
- Medienkompetenz und EDV-Grundlagen (z.B. Umgang mit Word und Excel, Suche 
  im Internet)
- Bewerbungen schreiben (z.B. Anschreiben formulieren, Lebenslauf erstellen)
- Schulische Basiskompetenzen (z.B. Mathe, Deutsch, Englisch, Geografie, 
  Allgemeinwissen)

In kleinen Gruppen (max. 8 Teilnehmer) werden diese allgemeinen Grundlagen vermittelt. Gegebenenfalls besteht auch die Möglichkeit, im Rahmen des Berufsschulunterrichts einen dem Hauptschulabschluss (ESA) gleichwertigen Abschluss zu erwerben. Am Ende der BvB erhalten die Jugendlichen einen Nachweis über die erlernten Inhalte.

BvB-Team

Zur Unterstützung steht den Teilnehmern ein erfahrenes Team mit unterschiedlichen Funktionen zur Seite. Die Fachanleiter vermitteln die Fachtheoretischen und –praktischen Inhalte und zeichnen sich durch mehrjährige berufliche Tätigkeit in ihrem jeweiligen Fachbereich aus. Die Sozialpädagogen und Lehrkräfte vermitteln schulische Basiskompetenzen sowie soziale Fähigkeiten und setzen ein abgeschlossenes Studium voraus. Die Bildungsbegleiter betreuen den Prozess der beruflichen Orientierung und erstellen zusammen mit den Teilnehmern Förder- sowie Qualifizierungspläne und sind Unterstützer in Praktikums- sowie Ausbildungsangelegenheiten.

Kommentare (anonym und teils sinngemäß zum besseren Verständnis)

Nr.1

Mir hat es am meisten in der Fachrichtung „Gesundheit“ Spaß gemacht, weil es mich interessiert und durch die Übungen nicht langweilig wird. Die Teambildungsfahrt nach Plön war auch sehr lustig. Am besten finde ich den Teamgeist in der Gruppe, also dass wir zusammen arbeiten. Nervig ist nur die Uhrzeit, dass es bis 17 Uhr dauert.

Nr. 2

In der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme 18/19 gab es in der Anfangszeit eine Anfangsanalyse in der wir viele Tests gemacht haben, die angemessen Schwierig waren und in denen unsere fachlichen und praktischen Kompetenzen geprüft wurden. Die Ergebnisse wurden zusammen mit den Bildungsbegleitern, wie ich finde fair ausgewertet und anschließend besprochen, welche beruflichen Möglichkeiten es für uns dadurch gibt. Danach kam das erste Praktikum, diese finden alle drei Wochen statt und sind eine gute Möglichkeit, um verschiedene Betriebe kennen zu lernen und sich direkt für eine Ausbildung dort zu bewerben. Meine Praktika waren bisher alle sehr erfolgreich und haben mir einen guten Überblick in verschiedene Bereiche gegeben. Zwischen den Praktika gibt es den normalen Alltag in der Maßnahme mit Wiederholungen verschiedener Unterrichtsfächer, wie Deutsch, Mathe, Englisch und Erdkunde. Zusätzlich machen wir noch Bewerbungstraining und andere Dinge, um uns auf eine Bewerbung für eine Ausbildung vorzubereiten. Zweimal in der Woche sind wir in unserem Fachbereich und erhalten einen praktischen Einblick in verschiedene Tätigkeiten aus unterschiedlichen Berufen.

Nr. 3

In der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme 18/19 gab es die erste Zeit eine Eignungsanalyse, in der wir als Gruppe Teamarbeit Aufgaben gemacht haben. Die Aufgaben waren meist anspruchsvoll und gut. So mussten wir z.B. lernen gemeinsam einen Säurefluss zu überwinden. Das hat Spaß gemacht, weil wir lernen mussten zusammen zu arbeiten. Danach wurde das normale Programm mit Unterricht, wie Deutsch, Mathe, Englisch, Erdkunde durchgeführt. Das wechselt sich mit den Praktika, die alle drei Wochen stattfinden ab. Die Praktika sind gut, um sich an einen Ausbildungsberuf heran zu tasten. Jeden Donnerstag und  Freitag ist der Fachbereich mit einem Fachanleiter. Die beiden Tage sind immer gut, um sich in die Abteilung zu finden. Für den Lager- und den Metallbereich konnten wir auch einen Gabelstaplerschein erwerben. Und jeden Dienstag oder Mittwoch muss man zur Berufsschule.


Ihr Ansprechpartner

Frau Rosita Hansen
Mühlenstr. 38
24376 Kappeln

Tel. 0 46 42 / 91 44 - 586
E-Mail rositahansen@kappelner-werkstaetten.de