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Rahmenkonzept zur Erstellung von Materialien im St. Nicolaiheim Sundsacker e.V.

1. Die Materialien werden in bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen (WfbM, Wohnstättenbereich, Schwerbehindertenbereich) entwickelt. Die Kriterien der Gruppenaufteilung beziehen sich im Wesentlichen auf die Kommunikationsfähigkeiten der Leistungsberechtigten und den daraus resultierenden Bedürfnissen nach Materialien. Jede Gruppe wird von einem Verantwortlichen geleitet. 

Es gibt folgende Gruppen:

- Menschen mit einer leicht ausgeprägter Kommunikationsfähigkeit (verbal und nonverbal) beim Senden und Empfangen = hier werden konkrete und greifbare Materialien entwickelt, die klar und einfach visualisiert sind

- Menschen mit einer mäßig/stark ausgeprägten Kommunikationsfähigkeit (verbal und nonverbal) beim Senden und Empfangen = hier werden Materialien in leichter Sprache und mit ggf. komplexer Visualisierung entwickelt

In beiden Gruppen ist es möglich, Untergruppen für Menschen mit psychischer Erkrankung zu bilden, um deren Bedarfe abzudecken.

Sinnvoll ist eine Teilnehmerzahl von drei bis fünf Teilnehmern pro Gruppe.

2. Am 4. März 2014 wird es eine Auftaktveranstaltung geben. Ziel ist es, die TGS-Koordinatoren für das Thema „Materialien“ emotional zu gewinnen und in ihnen ein „Feuer“ zu entfachen. Es soll für sie erkennbar sein, wie Materialien den Dialog unterstützen und wie Materialien die Partizipation der Leistungsberechtigten im TGS ermöglichen. Erste Vorstellungen und Ideen („Bilder im Kopf“) sollen mit Hilfe von konkreten Beispielen aus der Praxis hervorgerufen werden. Auf der Veranstaltung wählen die Beteiligten ihre Arbeitsgruppe aus, in der sie zukünftig arbeiten (Wechseln ist möglich).

3. Im April 2014 ist ein Workshop mit allen Arbeitsgruppen geplant. Hier werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen geht es darum, den Beteiligten ein Basiswissen bezüglich Piktogrammen, Fotos, Schrift und anderen Themen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung von Materialien stehen, zu vermitteln.

Zum anderen geht es darum, in den Arbeitsgruppen fest zu legen, welche Materialien konkret entwickelt werden. Diese Entscheidung basiert auf dem Bedarf aus der Praxis und aus den Absprachen der TGS-Koordinatoren im NDN. Im Zusammenhang mit dieser Konkretisierung wird ebenfalls erarbeitet, welche Materialien intern selbständig entwickelt werden (weil sie beispielsweise auf einem ähnlichen Material basieren) und welche Materialien mit Unterstützung von außen entwickelt werden. Hier müssen Arbeitsaufträge von Verantwortlichen bzw. der Fachkraft von außen klar definiert werden und interne Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

4. Im Anschluss werden die Materialien mit den Arbeitsgruppen entwickelt, im Alltag getestet und angepasst. Das beinhaltet die Teilnahme an einem Treffen im Monat über drei Stunden für 4 Monate ( Mai bis August), das Ausprobieren des Materials mit den Leistungsberechtigten und die Rückmeldungen bezüglich des Testens an Frau Jackstell als Vorbereitung für das kommende Arbeitstreffen.



Kappeln, Februar 2014