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Historie

Das Wort „Diakonie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Dienst. Die Grundlagen für die Diakonie, die alle Aspekte des Dienstes am Menschen im kirchlichen Rahmen umfassen soll, wurden von Menschen wie dem Theologen und Sozialpädagogen Johann Hinrich Wichern (1808-81) geschaffen. Sie hielten Vorträge zum Thema „Berufe der Nichtgeistlichen für die Arbeit im Reiche Gottes" und riefen dadurch eine Welle ehrenamtlicher Helfer hervor.

1867

Mit der Eröffnung einer Sonntagsschule in Kiel begann die direkte Arbeit. Bis zum Jahre 1891 entstanden noch drei Mädchenhorte, aber auch sie reichten auf Dauer nicht aus, denn es gab einige Kinder, die gezwungen waren, ihre Herkunftsfamilien zu verlassen.

1897

In diesem Jahr erhielt der Vorläufer des heutigen Vereins, der "Frauenverein für das St. Nicolaiheim der Mädchenhorte", ein Landhaus in Sundsacker an der Schlei als Schenkung.

1902

Aus dem Vorverein und diversen Unterstützerkreisen entstand der St. Nicolaiheim Sundsacker e.V.

1914

Hier ist der Jahresbericht aus diesem Jahr hinterlegt: Jahresbericht 1914

Handarbeiten

bis 1933

Zwischen den Jahren 1902 und 1933 entstanden in Sundsacker und in Kiel mehrere Wohngruppen für Mädchen sowie eine Haushaltungsschule mit staatlicher Anerkennung (1932).

1933 - 1945

1933 wurde, durch Inbetriebnahme des Altenheims in Kiel, der Vereinszweck erweitert. Neben der klassischen Jugendhilfe gehörte nun auch die Altenarbeit zum Spektrum des sozialen Angebots. 1939 mischte sich die Geheime Staatspolizei (Gestapo) ein und untersagte den Betrieb der Haushaltsschule.

 

Wenn Sie hier klicken, können Sie das Schreiben zur Rettung des Heimes lesen: Schreiben zur Rettung des Heimes

Wenn Sie hier klicken, können Sie den Bericht einer Zeitzeugin zur Rettung der Kinder aus dem Waisenhaus „Bormannstift" lesen: Die Rettung der Kinder aus dem Waisenhaus "Bormannstift" zu Graudenz

1945 - 1950

Nach Kriegsende nahm der Verein 1946 seine Arbeit in Sundsacker und 1949 in Kiel wieder auf. Die Häuser und Einrichtungen waren nach dem Krieg in einem desolaten Zustand, so dass der Heimbetrieb bis 1950 nur unter schwierigsten Bedingungen möglich war.

1950 - 1970

In diesen Jahren entstanden auf dem Hauptgelände des Vereins, in Sundsacker an der Schlei, mehrere Wohngruppen und auch therapeutische Angebote für Mädchen und nun auch Jungen. Ab 1970 nahm der Verein in Rahmen der Jugendhilfe immer mehr Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten auf, so dass zusätzlich zu den Erweiterungen der Jugendhilfe neue Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen entstanden. Um den Kindern einen gute Unterricht zu ermöglichen, entstand eine öffentlich rechtliche Schule in Trägerschaft des Heimes in Sundsacker.

1986

Zusätzlich zu den Angeboten für Kinder und Jugendliche bestand im Lande Schleswig-Holstein ein Bedarf an Heimplätzen für Menschen mit schwerstmehrfacher Behinderung. Diese damals einzigartige Einrichtung in Schleswig-Holstein, "der Lindenhof", entstand im Ort Winnemark. Der Ort liegt in der Nähe von Sundsacker, dem Sitz des Vereins.

1989

Da die Menschen mit Behinderung in den Wohngruppen für Kinder und Jugendliche älter wurden, erwuchs daraus die Nachfrage nach Beschäftigungs- und Wohnmöglichkeiten für die erwachsenen Menschen der Einrichtung. So entstanden 1989 die „Kappelner Werkstätten" sowie die Wohngruppen für Menschen, die in diesen Werkstätten arbeiten.

1992

In Kappeln entstanden 17 neue Wohnheimplätze. Auch die „Alte Jugendherberge“ in Kappeln/ Grauhöft wurde zu einer Wohnstätte umgebaut. Ihre Lage, alleinstehend direkt an der Schlei und dennoch nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt, macht sie besonders.

1996

Zu einem weiteren Beschäftigungsfeld der Werkstatt wurde das alte historische Sägewerk an der Mühle "Amanda": das „Working Museum“ übernommen. Der Eigentümer des Sägewerks blieb die Stadt Kappel, die Kappelner Werkstatten indes betreiben das Museum.

1997

Durch den steigenden Bedarf an Beschäftigungsplätzen im Werkstattbereich und durch eine höhere Produktivität in den Arbeitsfeldern wurde die Werkstatt um 60 Plätze erweitert.

Zentralverwaltung in Kappeln

1998

Nachdem beschlossen worden war, dass der Standort Sundsacker den veränderten Vereinsstrukuren nicht mehr gerecht wurde, wurde 1998 mit dem Bau einer neuen Zentralverwaltung in Kappeln begonnen.

1999

Mit Inbetriebnahme des neuen Verwaltungsgebäudes wurde der Vereinssitz nach Kappeln verlegt.

2001

Um den Menschen in der Einrichtung des St. Nicolaiheims Sundsacker e. V. und in der Region Kappeln möglichst viele und gute berufliche Perspektiven anbieten zu können, wurde eine Integrationsfirma als selbstständige GmbH gegründet. Die Dienstleistungsgesellschaft Kappeln (DGK) hat den Auftrag, Menschen mit Behinderung, Menschen ohne Schulabschluss oder Menschen, die langzeitarbeitslos sind, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu integrieren. Diese Arbeitsplätze werden nicht öffentlich gefördert oder bezuschusst, sondern die Lohnkosten werden durch gute Aufträge erwirtschaftet.

Wohnstätte Grauhöft

2003

Als neues Konzept und in Schleswig-Holstein einzigartig wurde in Kappeln/Grauhöft eine zweite Wohnstätte mit 30 Plätzen gebaut. Das Haus wurde mit mehreren Wohnungen gebaut, weil die Wohnungsbaurichtlinien dies vorsahen. Dieses Baumodell ermöglicht auch Menschen mit höherem Hilfebedarf das Leben in einer eigenen Wohnung.

Ebenfalls in diesem Jahr entstand die Jugendwohngruppe "Haus Sonnenkind" in Kappeln. Es ist das erste Haus im Bereich der Jugendhilfe, das barrierefrei konzipiert ist.

Wohngruppe Ponyhof in Brodersby

2004

Das ländlich gelegene Haus der Wohngruppe "Ponyhof" (Jungendhilfebereich) in Brodersby wurde komplett saniert. Ein altes Gebäude wurde abgerissen, der alte Bauernhofteil saniert und mit einem Neubau verbunden. Die Wohngruppe verfügt nach der Sanierung über 14 Plätze. Gleichzeitung wurde die Sanierung der Reitanlage vorgenommen und die Umstellung des Reitbetriebes in eigener Regie in ein professionelles Reitangebot mit einer externen Reitlehrerin durchgeführt.

Ebenfalls wurde in diesem Jahr die Jugendwohngruppe "Brombeerhof" saniert und erweitert. Im ehemaligen „Haus Berlin" entstand nach der Sanierung und dem zusätzlichen Anbau Wohnfläche für eine 14-köpfige Gruppe. Das Haus ist in drei unterschiedliche Wohnbereiche aufgeteilt: Altbau, Neubau Erdgeschoss und Neubau Dachgeschoss.

Da die Integrationsfirma, die DG Kappeln, immer mehr Menschen beschäftigte, bestand der dringende Bedarf an neuen Arbeits- und Lagerflächen. Mit Mitteln des Integrationsamtes wurde ein Firmengebäude mit der Fläche von 2.500 qm gebaut.

2005

Nachdem in den Jahren 2003 und 2004 im Verein geprüft wurde, ob das Gelände in Sundsacker noch perspektivisch genutzt werden kann und ob eine Verlegung unserer (Sonder-)Schule für Menschen mit geistiger Behinderung nach Kappeln möglich wäre, fiel die Entscheidung, den Standort in Sundsacker zu behalten.

Da viele Gebäude große Investitionsstaus aufwiesen, begann das Projekt "Sanierung der Ursprungsstelle". Als erster Schritt wurde die Sporthalle der Schule komplett saniert.

Im Werkstattbereich bestand dringender Raumbedarf. Eine Halle neben der Hauptwerkstatt wurde gekauft und zu 30 Werkstattplätzen (Elektrobereich) umgebaut. Im Jahre 2007 wurde der Werkstattbereich um weitere 210 Quadratmeter erweitert, da die in 2005 geschaffene Fläche erneut zu klein geworden war.

Zentralküche in Kappeln

2006

"Kochen wir selbst oder lassen wir uns von einem Catering-Unternehmen beliefern?" Nach langer Überlegung und gründlicher Prüfung fiel die Entscheidung zu Gunsten einer eigenen Zentralküche. Kosten und Qualität sind nur bei einer Selbstversorgung optimal. Die sogenannte "Ausgabeküche" der Werkstatt wurde zur Großküche umgebaut.

Das Haus der Wohngruppe "Haus am Schloßteich" war in der Vergangenheit durch die vielen kleinen, nicht mehr zeitgemäßen Anbauten geprägt. Da immer mehr Jugendliche Einzelzimmer benötigten und die Hausgröße mit acht Plätzen unwirtschaftlich war, wurde das Ursprungshaus saniert und ein neuer Anbau ähnlich dem (Bau)-Konzept des "Brombeerhofes" gestaltet.

Wohngruppe Till Eulenspiegel

2007

Auch im Haus  der Wohngruppe "Till Eulenspiegel" lag ein erheblicher Investitionsstau vor. Das Gebäude wurde komplett saniert und im Wohnbereich erweitert. Heute bietet das Haus gerade kleinen Kindern familienähnliche Wohnverhältnisse.

Als zweite Wohngruppe im Jugendhilfebereich ist das Haus der Wohngruppe "Höxmark" (ehemals "Knieptang") saniert und auf zehn Plätze erweitert worden.

Mit den Mitteln des Schulbaufonds des Landes Schleswig-Holstein und der "Aktion Mensch" begann im Jahre 2007 die Sanierung und der Umbau der Schulgebäude. Bis 2010 fanden mehrere Um- und Ausbaumaßnahmen statt. Nach der mehrjährigen Umbauphase konnte ab dem Jahr 2010 der Schulbetrieb wieder ohne weitere (bauliche) Einschränkungen fortgeführt werden.

2008

In diesem Jahr fanden die Umbau-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen des Hauses "Neptun" in Sundsacker (Jugendhilfebereich) statt.

Haus Ulmenhof

2009

Kauf der Wohneinrichtung "Godewind" in Neukirchen aus dem Konkursverfahren der Einrichtung. Durch den Erwerb dieser Einrichtung wurde das Angebot an Einrichtungstypen im Verein erweitert. Auch 20 neue Arbeitsplätze für die Wohngruppe aus dem "Haus Godewind" für junge Menschen mit seelischer Behinderung sind damit verbunden. Die pädagogischen Mitarbeiter gehören fortan fest zu unserem Team.

Da kleine Wohngruppen für Menschen, die in der Werkstatt arbeiteten, aufgrund des veränderten Unterstützungsbedarfs nicht mehr adäquat betreut werden konnten, entstand in Süderbrarup eine Wohngruppe "Haus Ulmenhof" mit 32 Plätzen. Es ist auf zwei Gebäude aufgeteilt. Im Hauptgebäude gibt es drei Wohngruppen, die u.a. darauf ausgerichtet sind, die bevorstehende und künftig zunehmende Pflege der Bewohner gut durchführen zu können. Im zweiten Gebäude entstanden kleine Wohnungen, ähnlich dem (Bau-)-Konzept "Grauhöft II".

Die kleine Wohngruppe "Haus Uhlekuhl" wurde nach Fertigstellung der Wohngruppe "Ulmenhof" geschlossen.

2010

Erweiterung des Werkstättenbereichs um 80 Plätze in Kappeln, Mehlbydiek 26 (gegenüber der DG Kappeln). In den neuen Räumlichkeiten fanden der Elektrobereich, die Industriemontage und das Zentrallager ihr neues Zuhause. Im ehemaligen Elektrobereich, in Mehlbydiek 17, wurde jetzt der Metallbereich untergebracht.

Im Jugendhilfebereich wurde die Wohngruppe " Karby am Ring" komplett saniert. 

2011

Sanierung des Werkstattgebäudes in Mehlbydiek 21 und Umbau des hinteren Arbeitsbereichs zum Holzbereich.

Im Schwerstbehindertenbereich wurde eine neue Wohngruppe "Braruphuus" mit 18 Plätzen für Menschen mit außerordentlichem Hilfebedarf gebaut. Bei der Wohnstätte „Braruphuus“ handelt es sich um ein großes ebenerdiges Ge­bäude in Form des Buchstabens "L", das zwei Wohngruppen beheimatet und sich zentral in der Gemeinde Süderbrarup befindet.

2012

Umbau des letzten alten Schulgebäudes in Sundsacker zur Wohngruppe mit 14 Plätzen im Jugendhilfebereich: "Haus Neptun II".

Besondere Neuigkeiten aus diesem Jahr:
- Krach-Mach-Tach: Es ist normal, verschieden zu sein