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Berufbildungsmaßnahmen (BBB)

Ziel unserer Arbeit ist, die Teilnehmenden unserer Berufsbildungsmaßnahmen individuell zu fördern und beruflich zu qualifizieren.

"Jede(r) kann lernen - man muss nur herausfinden, wie!"

Eine mindestens ebenso große Herausforderung kann die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit nach einem schwerwiegenden Lebenseinschnitt sein.  

Das Ende der Schulzeit und der Start ins Berufsleben sind für jeden Jugendlichen ein großer Schritt.

Fragen, die sich Menschen in diesen Situationen oft stellen, sind: Welche Arbeit macht mir Spaß, wofür habe ich Talent, was kann ich persönlich leisten und was möchte ich lernen?

Bei der richtungsweisenden Klärung dieser Angelegenheiten möchte der Berufsbildungsbereich unserer Werkstatt behilflich sein. Oft finden Menschen mit Behinderung dadurch ihren Platz in der Arbeitswelt.

Über den Zugang zum Berufsbildungsbereich der Werkstatt wird im Rahmen der Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit oder durch andere Leistungsträger entschieden. Gerne informieren wir Sie auch direkt über das Zugangsverfahren und über unsere Werkstatt.

Eingangsverfahren

Gestartet wird mit dem Eingangsverfahren - in der Regel Dauer von drei Monaten. In dieser Zeit wird von den Bildungsbegleitern in Kooperation dem sozialen Dienst der Werkstatt gemeinsam mit unseren Teilnehmern geklärt, ob die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) für ihn die geeignete Einrichtung ist, um eine Eingliederung ins Arbeitsleben zu ermöglichen.

Während des Grund- und Aufbaukurses wird dann geprüft, ob im Anschluss an den Berufsbildungsbereich eine Beschäftigung in den Arbeitsbereichen der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angestrebt wird.

Den gesamten Zeitraum der Bildungsmaßnahme über werden die Teilnehmenden ebenso wie alle anderen Beteiligten, wie Eltern, gesetzliche Betreuer und Betreuerinnen, in das Verfahren eingebunden.

Berufsbildungsbereich

Ziel der beruflichen Bildung ist die Vorbereitung der Teilnehmer auf eine künftige Beschäftigung, künftige Beschäftigung, entweder im Arbeitsbereich der Werkstatt oder aber außerhalb der Werkstatt, in Unternehmen und Betrieben des sogenannten Ersten Arbeitsmarkt. Die berufliche Bildung ist eng gekoppelt an den Personenzentrierten Ansatz, das heißt, an das Konzept einer an der Lebenssituation Einzelner ausgerichteten Betreuung. Unter Einbeziehung des Teilnehmers wird jeweils ein Eingliederungsplan erarbeitet, der regelmäßig in Bezug auf die Zielerreichung überprüft und fortgeschrieben wird. Dadurch kann der Bildungs- und Berufsweg individuell geplant werden.

Wichtig ist, die Stärken der Einzelnen zu fördern und Reifeprozesse zu ermöglichen. Dadurch kann das Selbstwertgefühl gesteigert und die Entwicklung des Sozial- und Arbeitsverhaltens unterstützt werden.

Ausbildungsinhalte sind u. a. Allgemeinbildung, Hygiene, Ernährung, der menschliche Körper, Liebe und Partnerschaft, Soziale Kompetenz, Gewaltprävention, Drogen beziehungsweise Drogenmissbrauch, Arbeitssicherheit, Sofortmaßnahmen Erste Hilfe, berufliche Perspektiven, Kulturtechniken sowie Pflanzen- und Tierkunde. Zu den beruflichen Perspektiven zählt beispielsweise auch die Möglichkeit, einen Hubwagenführerschein zu machen. 

Ergänzend und ausbildungsbegleitend werden zudem unter Anleitung lebenspraktische Fertigkeiten trainiert, wie zum Beispiel hauswirtschaftliche Tätigkeiten, d. h. das Einkaufen, die Essenszubereitung, die Raumpflege, sowie Behördengänge oder die Nutzung moderner Medien, Musik- und Kulturangebote.

In der Regel dauert die Bildungsmaßnahme 24 Monate plus drei Monate „Eingangsverfahren". Nach Abschluss der Maßnahme erfolgt der Wechsel in einen geeigneten Arbeitsbereich innerhalb der Werkstatt, sofern (noch) keine Eingliederung in den Ersten Arbeitsmarkt möglich ist.