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Ein Portrait

Kappeln – malerisch

An den schönsten aller Ostseeförden, an der Schlei, liegt Kappeln. Dort wo sich die Schlei flussartig verengt, rund sieben Kilometer entfernt von der freien Ostsee bei Schleimünde. Eine Traumlage! Einzigartig das Panorama-Stadtbild: das Wasser der Schlei, die langgestreckte aber schmale Ufer- und Hafenpartie, dann, den Steilhang hinauf, die Stadtbebauung, wie gestaffelt. Mit dem Turm der St. Nicolaikirche als alles überragendes Wahrzeichen. Oben, im Kernbereich, zeigt sich Kappeln in einer charmanten Mischung aus bewahrter kleinstädtischer, romantischer Vergangenheit und aktiver, lebensfroher Moderne. Auf verkehrsberuhigten Straßen lässt sich durch malerische Altstadtquartiere bummeln, ohne Hast und Hektik. Freundlich, friedlich, farbenfroh ist alles. Nach dem Stadtbummel - oben - der Spaziergang - unten -, auf Kai und Uferpromenade. Vom Fischerplatz bis zum Museumshafen. Und immer ist da die Schlei, weiß „gesprenkelt“ mit Segelbooten. Die neue Brücke mit dem kleinen Brückenhäuschen passt so recht ins Ambiente dieses Städtchens. Für Urlauber und Tagestouristen ist Kappeln ein beliebtes Ziel.

Kappeln – geschichtlich

Begonnen hat die Ortsentwicklung vermutlich mit dem Bau einer Kapelle am Ufer der Schlei. Manche meinen, das sei bereits zu Wikingerzeiten (800 – 1100) erfolgt. Davon abgeleitet auch der Ortsname: Kapelle = Kappeln. Die erste nachweisbare Ortserwähnung datiert von 1357 als „Capell“. Schifffahrt und Fischerei waren von Anfang an wirtschaftliche Eckpfeiler. Damals gehörte Kappeln dem Domkapitel zu Schleswig. 1533 haben die frommen Herren zu Schleswig Kappeln verkauft, an den Gutsherrn von Roest. Die Gutsherrschaft versuchte in der Folge immer wieder, die Einwohner Kappelns zu Leibeigenen des Gutes zu machen. Viele Bewohner verließen im Jahr 1666 ihren Heimatort. Schleiabwärts siedelten sie sich mit herzoglicher Genehmigung neu an, gründeten Arnis. Später hat ein neuer Gutsherr auf Gut Roest Kappeln nach Kräften gefördert. Allerdings verkaufte er dann den Ort 1807 an die dänische Krone, an König Christian VII. Durchaus zum Vorteil von Kappeln. Die Wirtschaft entwickelte sich gut. Schifffahrt, Fischerei, Handel und Gewerbe florierten. Nach dem Krieg Preußen/Österreich gegen Dänemark 1864 wechselte die Landesherrschaft. Schleswig Holstein und damit Kappeln wurden preußisch. Die Stadtrechte erhielt der Ort 1870.

Kappeln – mit Flair

Im Jahre 1854 hat Johannes von Schröder in seiner „Topographie des Herzogtums Schleswig“, 2. Auflage, die Einwohnerzahl von Cappeln (damalige Schreibweise) mit 2081 angegeben. Heute sind es rund 10.000. Kappeln ist also gewachsen, hat die Einwohnerzahl in den letzten 150 Jahren annähernd verfünffacht. Die Eingliederung der bis dahin selbständigen Nachbargemeinden Mehlby und Kopperby im Jahre 1974 hat dazu beigetragen. Die Bundesmarine mit dem Stützpunkt Olpenitz ebenfalls.

Das Stadtgebiet erstreckt sich diesseits und jenseits der Schlei, in der Landschaft Angeln hüben und auf der Halbinsel Schwansen drüben. Die Brücke verbindet, unterstreicht die Brückenfunktion der Stadt von Landschaft zu Landschaft. Die Infrastruktur ist komplett. Kunst und Kultur, alle Schulen, jegliche medizinische Versorgung, Einrichtungen für Kinder und Senioren, Geschäfte aller Art, Kirchen – nichts fehlt.

Die Wirtschaft wird von Klein- und Mittelbetrieben dominiert. Schifffahrt, Fischerei und Fischräuchereien gibt es noch. Der Tourismus gewinnt zunehmend weiter an Bedeutung. Kappeln ist „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Kurtaxe wird nicht erhoben.

Bei alldem ist Kappeln eine typische Kleinstadt geblieben, gemütlich und betriebsam zugleich, verträumt und doch weltoffen. Das alles verbindet sich zum sympathischen „Kappelner Flair“.

Zu Faaborg in Dänemark und zu Ustka in Polen bestehen Städtepartnerschaften.

Die Sache mit „Deekelsen“

Selbst in China und Südafrika ist Kappeln im Fernsehen zu sehen. Nur wissen es die Leute dort gar nicht. Denn im Fernsehen heißt Kappeln „Deekelsen“. Genau, jenes fiktive „Deekelsen“ aus der beliebten, erfolgreichen ZDF-Serie „Der Landarzt“. Diese Serie wurde bereits in viele europäische Länder und eben auch in China und Südafrika verkauft.

So ist das Kappelner Hotel und Restaurant Aurora in „Deekelsen“ Asmussens Kneipe. Auch der Marktplatz, die Mühle, Polizeirevier/Rathaus und das Gymnasium der ZDF-Serie stehen im wirklichen Leben in Kappeln. Der Hafen kommt ebenfalls oft ins Bild, wenn es wieder heißt: „ Der Landarzt – Klappe die erste.“

Jahr für Jahr kommen viele Gäste nach Kappeln, um einmal den Spuren des „Landarztes“ in „Deekelsen“ nachzugehen, um die Schauplätze der Serie zu besichtigen, zu erkunden.

Weitere „Landarzt-Drehorte“ befinden sich in der Umgebung. Unter anderem in Lindauhof/Lindaunis, auf Gut Buckhagen in Gelting, Wagersrott, Satrup, Eckernförde, Boren und Westerholz.

Übrigens: Einen ihrer kleinen, malerischen Stadtplätze haben die Kappelner – ganz amtlich – in „Deekelsen-Platz“ umbenannt.