
Bereichsleitung
Frau Lamarti
Mehlbydiek 23
24376 Kappeln
Tel.: 0 46 42 / 91 44 - 470
Fax: 0 46 42 / 91 44 - 594
In der Wohnstätte für Menschen mit besonderem Hilfebedarf umfassen die regelmäßigen pädagogischen Förder-, Betreuungs- und tagesstrukturierenden Angebote sowie die Pflegeleistungen folgende Bereiche:
Die Bewohner/Innen erhalten tagesstrukturierende Angebote, die individuell auf den einzelnen behinderten Mensch zugeschnitten sind und ihn in eine Gemeinschaft integrieren.
Der konzeptionelle Ansatz besteht darin, den behinderten Menschen im Rahmen des Normalisierungsprinzips zu betreuen, zu fördern und am Leben in der Gemeinschaft teilhaben zu lassen. Hierzu gehört das Zwei-Milieuprinzip, d.h. jeder Bewohner verlässt, unabhängig von der Schwere seiner Behinderung, montags bis freitags das Haus und wird in einem anderen räumlichen, sächlichen und persönlichen Rahmen betreut und gefördert.
Die Auswahl der Angebote erfolgt auf der Feststellung des individuellen Bedarfes, der regelmäßig überprüft wird.
Folgende Angebote werden erbracht:
Die Grundförderung besteht aus einer heilpädagogischen Förderung in den Bereichen
Die Neigungs- und Interessenförderung greift individuelle Vorlieben und Wünsche auf und berücksichtigt sie in einem individuellen Aktivitätenplan. Hierbei handelt es sich um Angebote aus den Bereichen
Begleitung, Hilfestellung und Förderung beim Erwerb praktischer Verhaltensweisen und Fähigkeiten, die erforderlich und geeignet sind, dem behinderten Menschen, die für ihn höchst möglich erreichbare Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen
Ergänzende Maßnahmen und pädagogisch-therapeutische Angebote
Die Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, und die Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihrer Verhaltensbesonderheiten noch nicht oder nicht in vollem Umfang beschulbar sind, besuchen am Vormittag unsere heilpädagogische Schulvorbereitungsmaßnahme im Haus Amalienburg. Hier werden sie im Bereich Wahrnehmungsförderung und der Stabilisierung ihres Sozialverhaltens auf den Schulbesuch vorbereitet und in enger Zusammenarbeit mit der Albert-Schweitzer-Schule sukzessiv in einen Klassenverband integriert.
Zur Vorbeugung und Korrektur von Haltungsschwächen und zur Körperwahrnehmungsförderung erhalten viele Bewohner physiotherapeutische Behandlungen (u.a. auch nach Bobath). Diese erfolgen nach ärztlicher Verordnung als Hausbehandlung oder in einer nahegelegenen Praxis. Unter anderem arbeiten wir in enger Kooperation mit einer Physiotherapiepraxis in Karby.
Zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und der Körperhaltung besteht für die Bewohner auch die Möglichkeit des heilpädagogischen Reitens zu festen Terminen und unter fachlicher Anleitung (u.a. nach Feldenkrais) und Aufsicht auf dem vereinsinternen Reiterhof zu nutzen.
Bei psychischen Besonderheiten und Störungen zusätzlich zur geistigen Behinderung kann sowohl intern als auch extern auf psychologische Beratung und Begleitung zurückgegriffen werden.
Bei psychischen Besonderheiten und Störungen zusätzlich zur geistigen Behinderung besteht eine intensive Zusammenarbeit bezüglich der Behandlung, Beratung und des heilpädagigisch-therapeutischen Umganges mit der Institutsambulanz der Fachklinik für Psychiatrie, dem Schleiklinikum in Schleswig, dem Verband "Hilfe für das autistische Kind" und der Beratungsstelle für Entwicklungsstörungen und Autismus.
Im Schwerbehindertenbereich gibt es den regelmäßigen Einsatz eines Therapiehundes. Bei Bedarf und Vorliegen bestimmter Verhaltensbesonderheiten kann dieser für die Dauer einer pädagogisch - therapeutischen Maßnahme eingesetzt werden. Ein Mitarbeiter und sein Border Colly befinden sich seit einem halbem Jahr in einer Zusatzausbildung zum tiergestützten Therapeuten. Seit ca. 2 Jahren wird der Hund bereits bei bestimmten Bewohnern nach einem festen pädagogisch - therapeutischen Konzept eingesetzt. Der Hund wird von den Bewohnernsehr gut angenommen. Diese üben im Umgang mit dem Hund nicht nur ihr Sozialverhalten, sondern verbessern u.a. auch deutlich motorische und sensorische Fähigkeiten. Die Interaktion zwischen den Bewohnern und dem Hund hat sich als beeindruckend erwiesen und Fortschritte sind unübersehbar.
Genauere Infos zu dieser Zusatzausbildung finden Sie hier:
www.brundirs.de
www.doglove-lingen.de
Eine weitere Besonderheit des Schwerbehindertenbereiches ist das Feiern von Andachten, die einmal monatlich auf dem Lindenhofgelände, im Sommer draußen im Sinnesgarten, stattfindet. Diese Andachten werden von Mitarbeitern des Lindenhofes, die hierzu eine spezielle Schulung durch eine Pastorin erhalten haben, organisiert und nach liturgischen Gesichtspunkten liebevoll gestaltet. Sie sind für viel Bewohner zu einem festen gemeinschaftlichen Ritual geworden, welches von ihnen gerne angenommen wird. Gäste sind immer willkommen, sowohl aus anderen Wohngruppen des Vereins, als auch aus der Öffentlichkeit.