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Das Haus "Achterbahn" mit seinen zwei Wohngruppen befindet sich in der Gemeinde Süderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg nur 500 m vom Ortskern entfernt. Dadurch ist das Ortszentrum gut fußläufig zu erreichen. Die Stadt Kappeln, die Ostsee und die Schlei liegen ganz in der Nähe Süderbrarups, die Stadt Schleswig ist 22 km entfernt. Die Gemeinde verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen, Bücherei, Einkaufszentrum, Sportverein, Allgemein- und Fachärzten und -ärztinnen sowie medizinisch-therapeutisch ausgerichteten Kranken- und Physiotherapeuten und -therapeutinnen. Süderbrarup hat eine sehr gute Verkehrsanbindung an Bus und Bahn. Die Bahnlinie Kiel-Flensburg führt durch den Ort.

Das Haus ist eingebettet in ein großes abgeschlossenes Außengelände, das den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen entsprechend gestaltet ist, um ihnen einen selbstbestimmten Aufenthalt zu ermöglichen und gleichzeitig den Schutz vor eigengefährdendem Weglaufverhalten zu bieten. Direkt an das Außengelände schließt ein verkehrssicherer, weitläufiger Wanderweg an.

Die sehr großzügigen Räumlichkeiten liegen zu ebener Erde, sind rollstuhlgerecht und verfügen nach einem Umbau bzw. einer entsprechenden Renovierung über 15 Einzelzimmer mit sechs Duschbädern, ein großes Pflegebad, zwei Wohn- und Essbereiche, zwei Küchen und verschiedene Mehrzweckräume, deren genaue Verwendung der Klientel angepasst werden. In dem Haus ist eine Binnendifferenzierung von zwei Wohneinheiten in zwei Gruppen von elf und vier Kindern /Jugendlichen vorgenommen worden. Hierfür sind die konkreten Gruppenkonstellationen ausschlaggebend. Es besteht die Möglichkeit, sowohl eine sehr begrenzte, überschaubare und reizarme Wohngruppe anzubieten als auch eine offene herzustellen, die den Kindern und Jugendlichen einen erweiterten Bewegungsradius und ein größeres Betätigungsfeld erlaubt.

Ziele und Inhalte der heilpädagogischen Betreuungs- und Förderarbeit

Der Schwerpunkt der heilpädagogischen Arbeit liegt in der Erweiterung der Sozial- und Handlungskompetenz der Kinder und Jugendlichen, der Ausweitung ihres Aktionsradius und der Unterstützung in der Entwicklung einer eigenständigen und gefestigten Persönlichkeit. Die Förderung des elementaren Lernens in der Wohngruppe gestaltet sich individuell und differenziert. Die Begleitung bei der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen orientiert sich an den Ressourcen des oder der Einzelnen. Sie ist eingeteilt in die Bereiche Wahrnehmung, Bewegung, Sprache, Kognition, emotionales soziales Verhalten und die Förderung im lebenspraktischen Bereich. Bei der Gestaltung der Hilfen wird das einzelne Kind oder beziehungsweise die Jugendliche mit seinen Bedürfnissen und Wünschen einbezogen. Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten fördern die Autonomie und Kompetenz und tragen zur Steigerung des Selbstwertgefühls und damit der Lebensqualität bei.

Das Leben der Kinder soll so inklusiv wie möglich gestaltet sein. Den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung werden Erfahrungen und Abläufe des "normalen Lebens" nahegebracht, wie z. B.:

-  ein normaler Jahresrhythmus mit der Teilnahme an Festen des Kirchenjahres, Ferienfreizeiten und wiederkehrenden Feiern

-  ein normaler Wochenrhythmus mit Erleben regelmäßiger Aktivitäten und verlässlichen Ritualen

-  ein normaler Tagesrhythmus, der sich u. a. durch den Besuch der Schule, durch regelmäßige Mahlzeiten, wiederkehrende Spiel- und Freizeitangebote und dem Einhalten der Schlafenszeiten auszeichnet

-  normaler Respekt vor dem Individuum und dessen Recht auf Selbstbestimmung, persönliche Bedürfnisse und Entscheidungen zu respektieren und zu akzeptieren

-  Partizipation am Leben der Gesellschaft, z. B. Teilnahme an Gemeindeaktivitäten.

Die pädagogischen Maßnahmen sind in dem festgelegten, verlässlich wiederkehrenden, wöchentlichen Aktivitätenplan festgehalten. Da die Kinder und Jugendlichen nur sehr begrenzt in der Lage sind, ihre Wünsche und Bedürfnisse verbal auszudrücken und gesprochene Sprache zu verarbeiten, ist in der Wohngruppe der Einsatz der Medien der "Unterstützten Kommunikation" fester Bestandteil. Sowohl die strukturierenden Maßnahmen wie Wochen- und Tagespläne als auch Zeitabstände werden durch die Nutzung von Bildwortkarten, Gebärden und elektronischen / nichtelektronischen Kommunikationshilfen visualisiert und so begreif- und sichtbar gemacht.

Jedem Kind und Jugendlichen steht ganz eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter als Bezugsperson zur Seite, der/die vorrangig für seine/ihre Interessen vertritt, was jedoch nicht bedeutet, dass er oder sie während seiner/ihrer Arbeitszeit nicht auch die Verantwortung für jeweils alle Kinder und Jugendlichen aus der Wohngruppe trägt.

Der/die Bezugsbetreuer/in übernimmt folgende personenbezogene Aufgaben:

-       Erarbeitung von Förderplänen und Entwicklungsberichten

-       Planung und Durchführung von gezielten Einzel- und Freizeitangeboten

-       Zusammenarbeit mit den zuständigen Ärzten, Lehrern und Therapeuten

-       Elternkontakt

-       Organisation von personenbezogenen Feiern

-       Bekleidungseinkäufe und andere personengebundene Einkäufe