Navigation





Wohnstätte Braruphuus

Das Haus „Braruphuus" nimmt Menschen mit außerordentlichem Hilfebedarf auf, d. h. Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen im körperlichen und/oder geistigen Bereich, oft begleitet von Auffälligkeiten und Störungen im Verhalten.

Die Bewohner und Bewohnerinnen sind in der Regel volljährig und nicht werkstattfä­hig. Die ausgeprägten Verhaltensbesonderheiten und –störungen erfordern eine be­son­ders intensive Beaufsichtigung, Begleitung und Hilfe. Die Bewohner und Bewohnerinnen sind in der Lage, das kleinstädtische Umfeld in Begleitung und unter Aufsicht nutzen und genießen zu können, da sie mit einer hohen Reizdichte zurechtkommen und diese sogar als positive Anregung aufnehmen können. Eine möglichst tägliche Teilhabe am öffentlichen Leben wirkt sich auf sie entwicklungs- und persönlichkeitsfördernd aus.

Die Wohnstätte „Braruphuus" ist ein großes ebenerdiges Gebäude in Form des Buchstabens „L", das zwei Wohngruppen beheimatet und sich zentral in der dörflichen Gemeinde Süderbrarup befindet. Die Stadt Kappeln und die Ostsee liegen in der Nähe, beide ca. 11 bzw. 15 km entfernt. Die Gemeinde Süderbrarup verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit allen Ange­boten einer Kleinstadt.

Die rollstuhlgerechte Wohnstätte bietet 18 Bewohnern und Bewohnerinnen in zwei Wohngruppen mit je neun Einzelzim­mern Platz. Beide Wohngruppen sind durch einen gemeinsamen groß­zügigen Eingangsbereich mit Foyer verbunden. Die vier Gemeinschafts­räume für Wohnen und Essen dienen dem familienähn­lich struktu­rierten Ge­meinschaftsleben. Den Bewohnern und Bewohnerinnen stehen acht Bäder mit WC und boden­bündiger Dusche sowie ein großes Pflegebad zur Verfügung. Der sehr große Garten bietet die Möglichkeit zu selbstbestimmten Aufenthalten und Spaziergängen sowie zum Gewinnen verschiedener Sinneseindrücke in der parkähnli­chen Ges­taltung. Vielfältige Anregungen erhalten die Bewohner und Bewohnerinnen auch durch mehrere bewegungs- und wahrnehmungsfördernde Geräte, so sind beispielsweise Schaukeln, eine Hängematte, Klangspiele, eine Sandkiste und ein Trampolin vorhanden. Die Umzäunung des Geländes gewährleistet Schutz vor eigengefährdendem Weglaufverhalten.

Ziel ist es, den Bewohnern ein familienähnliches Wohn- und Lebensum­feld sowie ein überschaubares, persönlichkeitsförderndes und an­nehmendes Zu­hause zu schaffen, das ihnen eine individuelle Förderung bietet.

Durch einen fest geregelten, weitestgehend beständigen und sich im steten Rhythmus wiederholenden Tages- und Wochenablauf mit konstantem Aktivitätenplan sind die Bewohner und Bewohnerinnen in eine verlässliche Struktur eingebunden, die ihnen die Sicherheit und Orientierung bietet, die sie für ihre persönliche Stabilität und ihre individuelle Förderung benötigen. In der Gestaltung der Hilfen werden die Bedürfnisse und Wünsche des einzelnen Menschen mit Behinderung berücksichtigt.

Durch gezielte tagesstrukturierende und för­dernde Maßnahmen sowie durch die notwendigen Pflegeleistungen soll der einzelne Bewohner und die einzelne Bewohnerin in die Lage versetzt wer­den, aufbauend auf den vorhandenen individuel­len Ressourcen, im beschützenden Rahmen der Einrichtung Handlungs- und Lebens­perspektiven zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Förderarbeit liegt dabei in der Stärkung des "Ichs", der Kommunikationsanbahnung und der Vermittlung sozialer Handlungskompetenz mit dem Ziel, eine umfangreiche Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermögli­chen.

Jeder Bewohner und jede Bewohnerin kann nach seinen beziehungsweise ihren Möglichkeiten, Neigungen und Wünschen an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Diese finden regelmäßig nach einem festen Akti­vi­tätenplan statt und beinhaltet z. B. heil­pädagogisches Rei­ten (nach Fel­denkrais) auf unserem vereinsinternen Reiterhof, Schwimmen in öffentlichen Badeanstalten, die Psychomotorik-AG in unserer vereinsinternen Sporthalle, die Segel-AG mit einem von unserem Verein gemieteten Segelboot, die Angel-AG an einem vom Verein ge­pachteten Fischteich sowie das Gärtnern im vereinsinternen Hobby-Garten. Als weitere Gemeinschaftsaktivitäten in der Freizeit bestehen vereinsübergreifend die Möglichkeiten zum Besuch einer regelmäßig stattfin­denden Discoveranstaltung und einer gemeinschaftlichen Andacht.

Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist die Zusammenarbeit mit den Eltern, Rechtsbetreuern und Rechtsbetreuerinnen sowie den Angehörigen der Bewohner und Bewohnerinnen. Sie werden in die Ar­beit mit einbezogen. Der im Schwerbehindertenbereich bestehende Elternförderverein, der als Ange­höri­genbeirat fungiert, steht auch den Angehörigen dieser Wohnstätte zur Ver­fügung.


Ihr Ansprechpartner

Bereichsleitung
Frau Lamarti
Mehlbydiek 23
24376 Kappeln

Tel. 0 46 42 / 91 44 - 470
Fax 0 46 42 / 91 44 - 594

Mail clamarti@st-nicolaiheim.de