St. Nicolaiheim


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Mai 2013

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Wohnstätte Braruphuus

Wohngruppe Braruphuus

Das Haus „Baruphuus“ nimmt schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen mit außer­or­dentlichem Hilfebedarf auf, die schwer geistig behindert, teilweise körperlich einge­schränkt sind und im Verhal­tensbe­reich Auffälligkeiten und Störungen aufweisen. Die Bewohner sind in der Regel volljährig und sind nicht werkstattfä­hig. Die ausgeprägten Verhaltensbesonderheiten und –störungen, erfordern eine be­son­ders intensive Beaufsichtigung, Begleitung und Hilfe. Bei den Bewohnern handelt es sich um Personen, die das kleinstädtische Umfeld in Beglei­tung und unter Aufsicht nutzen und genießen kön­nen und mit einer hohen Reiz­dichte zurecht kommen, diese sogar als positive Anre­gung aufnehmen können. Es sind Bewoh­ner, auf die sich eine mög­lichst tägliche Teilhabe am öffentlichen Le­ben ent­wicklungs- und per­sönlichkeits­fördernd aus­wirkt.

 

 

Wohngruppe Braruphuss

Bei der Wohnstätte „Braruphuus“ handelt es sich um ein großes ebenerdiges Ge­bäude in Form des Buchstabens L, das zwei Wohngruppen beheimatet und sich zentral in der dörflichen Gemeinde Süderbrarup befindet. Die Stadt Kappeln und die Ostsee liegen in der Nähe, beide ca. 11 bzw. 15 km entfernt. Die Gemeinde Süderbrarup verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit allen Ange­boten eines kleinstäd­tisch anmutenden Umfeldes.

Wohngruppe Braruphuus

Die rollstuhlgerechte Wohnstätte bietet 18 Bewohnern in zwei Wohngruppen mit je 9 Einzelzim­mern Platz. Beide Wohngruppen sind durch einen gemeinsamen groß­zügigen Eingangsbereich mit Foyer verbunden. Die vier Gemeinschafts­räume für Wohnen und Essen dienen dem familienähn­lich struktu­rierten Ge­meinschaftsleben. Den Bewohnern stehen acht Bäder mit WC und boden­bündiger Dusche sowie ein großes Pflegebad zur Verfügung. Der sehr große Garten bietet die Möglichkeit zu selbstbestimmten Aufenthalten und Spaziergängen sowie zu verschiedenen Sinneseindrücken in der parkähnli­chen Ges­taltung. Vielfältige Anregungen erhalten die Bewohner durch mehrere bewegungs- und wahrnehmungsfördernde Geräte, wie z. B. Schaukeln, Hänge­matte, Klang­spiele, Sandkiste und Trampolin sind vorzufinden. Die Umzäunung des Geländes gewährleistet Schutz vor eigengefährdendem Weglaufverhalten.

Wohngruppe Braruphuus

Ziel ist es, den Bewohnern ein familienähnliches Wohn- und Lebensum­feld, sowie ein überschaubares, Persönlichkeit förderndes und an­nehmendes Zu­hause zu schaffen, in dem sie eine individuelle Förderung erhal­ten.

Wohngruppe Braruphuus

Durch einen fest geregel­ten, weitestgehend gleichbleibenden und sich im steten Rhythmus wiederholenden Tages- und Wochenablauf mit festem Aktivitätenplan erhalten die Bewohner eine gleichbleibende Struktur, Sicherheit und Orientierung, die sie im Hinblick auf ihre indivi­duelle Förderung und persönliche Stabilität benötigen. In der Gestaltung der Hilfen wird der einzelne behinderte Mensch mit seinen Be­dürfnissen und Wünschen einbezogen.

Durch gezielte tagesstrukturierende und för­dernde Maßnahmen sowie durch die notwendigen Pflegeleistungen soll der einzelne Bewohner in die Lage versetzt wer­den, aufbauend auf die vorhandenen individuel­len Ressourcen im beschützten Rahmen der Einrichtung Handlungs- und Lebens­perspektiven zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Förderarbeit liegt dabei in der Stärkung der Ich-Funktionen, der Kommunikationsanbahnung und der Vermittlung sozialer Handlungskompetenz mit dem Ziel, eine umfangreiche Teilhabe am öffentlichen Umfeld zu ermögli­chen.

Wohngruppe Braruphuus

Jeder Bewohner kann nach seinen Möglichkeiten, Neigungen und Wünschen an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Diese finden regelmäßig nach einem festen Akti­vi­tätenplan statt und beinhaltet z. B. heil­pädagogisches Rei­ten (nach Fel­denkrais) auf unserem vereinsinternen Reiterhof, Schwimmen in öffentlichen Badeanstalten, die Psychomotorik-AG in unserer vereinsinternen Sporthalle, die Segel-AG mit einem von unserem Verein gemieteten Segelboot, die Angel-AG an einem vom Verein ge­pachteten Fischteich sowie das Gärtnern im vereinsinternen Hobby-Garten. Als weitere Gemeinschaftsaktivitäten in der Freizeit bestehen vereinsübergreifend die Möglichkeiten zum Besuch einer  regelmäßig stattfin­denden Discoveranstaltung und einer gemeinschaftlichen Andacht.

Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist die Zusammenarbeit mit den Eltern, Rechtsbetreuern und Angehörigen der Bewohner. Sie werden in die Ar­beit mit einbezogen. Der im Schwerbehindertenbereich bestehende Elternförderverein, der als Ange­höri­genbeirat fungiert, steht auch den Angehörigen dieser Wohnstätte zur Ver­fügung.