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Wohnhäuser

Die pädagogische Arbeit findet in neun Wohngruppen sowie im Betreuungsverbund Haus Schwansen mit seinen unterschiedlichen Wohnformen statt.  

Die Häuser befinden sich  zwischen vier und zehn Kilometer von der Zentralverwaltung in Kappeln entfernt, somit sind eine Anbindung, Vernetzung und Kooperation gut gegeben.

Unsere Einrichtung hat sich bewusst dafür entschieden, in allen Gruppen im Schichtdienstsystem zu betreuen. Dies ermöglicht den Betreuern wie den Betreuten, auch einmal voneinander Abstand nehmen zu können, um sich dann wieder produktiv zu begegnen. Da viele unserer Kinder und Jugendlichen Beziehungs- und Bindungsstörungen aufweisen und die Belastungsgrenzen der ErzieherInnen stark austesten, ist diese Möglichkeit von großer Wichtigkeit.

Das pädagogische Fachpersonal in unseren Jugendhilfegruppen besteht andererseits zum großen Teil aus Vollzeit- und Dreiviertelzeitkräften, um die Zahl der Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen überschaubar zu halten. Zudem erhalten diese einen Bezugsbetreuer, der vorwiegend nach pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt wird und im Bedarfsfall aber auch wechseln kann.

Analog zur Rahmenleistungsvereinbarung ist der Personalschlüssel in allen Gruppen knapp 0,5 Erzieher pro Betreuten zuzüglich Stunden für die Nachtbereitschaft. Zusätzlich ist in jeder Wohngruppe eine Hauswirtschaftskraft mit mindestens 20 Wochenstunden tätig.

Jede Gruppe wird von einem erfahrenen Hausleiter geführt. Die Gruppen arbeiten intensiv zusammen, unterstützen sich gegenseitig, nutzen untereinander die unterschiedlichen Ressourcen. Somit bilden sie ein Netzwerk mit kollegialer Supervision, gemeinsamem Krisenmanagement, aber auch zusammen organisierten Aktivitäten, die sich an die Öffentlichkeit richten.

Bewährt hat sich das Prinzip der heterogenen Zusammensetzung unserer Gruppen. Das heißt, dass Kinder und Jugendliche mit Normalbegabung, leichter intellektueller Einschränkung, mit psychischen Auffälligkeiten oder sogar mit psychiatrischen Erkrankungen sowie Betreute mit einer körperlichen Behinderung in einer Gruppe zusammen leben können und lernen, den anderen Wert zu schätzen oder sogar von ihm zu profitieren.

Im Falle von erheblichen Aggressionen oder sexuellen Auffälligkeiten findet das Prinzip der heterogenen Zusammensetzung der Gruppe aber auch seine Grenzen, hier wird Opferschutz  gewährleistet.

Rund um die Uhr, auch am Wochenende, besteht eine Leitungsrufbereitschaft zur Unterstützung der Regelung von herausragenden Krisen in den Wohngruppen.