
Bereichsleitung
Frau Doose
Mehlbydiek 23
24376 Kappeln
Tel.: 0 46 42 / 91 44 - 184
Fax: 0 46 42 / 91 44 - 594
Die Betreuung in unserer Jugendhilfe findet stationär in zehn Gruppenhäusern und in der Form des Ambulant Betreuten Wohnens statt.
Es handelt sich bei den Gruppen um einen Verbund von Außenstellen, die sich zwischen vier und zwölf Kilometer vom Hauptsitz des Vereins in Kappeln befinden.
Unsere Einrichtung hat sich bewusst dafür entschieden, in allen Gruppen im Schichtdienstsystem zu betreuen. Dies ermöglicht den Betreuern wie den Betreuten, auch einmal voneinander Abstand nehmen zu können, um sich dann wieder konstruktiv zu begegnen. Da viele unserer Kinder und Jugendlichen Beziehungs- und Bindungsstörungen aufweisen und die Belastungsgrenzen der Erzieher stark austesten ist dies von großer Wichtigkeit.
Das pädagogische Fachpersonal in unseren Jugendhilfegruppen besteht fast ausschließlich aus Vollzeit- und Dreiviertelzeitkräften, um die Zahl der Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen überschaubar zu halten. Zudem erhalten diese einen Bezugsbetreuer, der nach pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt wird und im Bedarfsfall aber auch wechseln kann.
Analog zur Rahmenleistungsvereinbarung ist der Personalschlüssel in allen Gruppen knapp 0,5 Erzieher pro Betreuten zuzüglich Stunden für die Nachtbereitschaft.
Jedes Wohnhaus wird von einem erfahrenen Hausleiter geführt. Die Gruppen arbeiten intensiv zusammen, unterstützen sich gegenseitig, nutzen untereinander die unterschiedlichen Ressourcen. Somit bilden sie ein Netzwerk mit kollegialer Supervision, gemeinsamem Krisenmanagement aber auch zusammen organisierten Aktivitäten.
Bewährt hat sich das Prinzip der heterogenen Zusammensetzung unserer Gruppen. Das heißt, dass Kinder und Jugendliche mit Normalbegabung, leichter intellektueller Einschränkung, mit psychischen Auffälligkeiten oder mit psychiatrischen Erkrankungen sowie Betreute mit einer körperlichen Behinderung in einer Gruppe zusammen leben können und lernen, den anderen Wert zu schätzen und/oder von ihm zu profitieren.
Im Falle von erheblichen Aggressionen oder sexuellen Auffälligkeiten findet das Prinzip der heterogenen Zusammensetzung der Gruppe aber auch seine Grenzen, hier wird Opferschutz gewährleistet.
Bewusst haben die zehn Gruppen unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Betreuungs- und pädagogischen Arbeit. Bevor ein Kind oder Jugendlicher aufgenommen wird, kommt es durch die Bereichsleitung, den Pädagogischen und Psychologischen Dienst und den Hausleiter zu einer Prüfung und Einschätzung, welche der Gruppen geeignet ist.
Die Bereichsleiter der Gesamteinrichtung sowie der Pädagogische und Psychologische Dienst der Jugendhilfe stellen rund um die Uhr, auch am Wochenende, eine Rufbereitschaft zur Unterstützung der Regelung von schwerwiegenden Krisen in den Wohngruppen.